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Artname: Dost
 
Im Volksmund: Dosten, wilder Majoran, Badkraut, Wohlgemut, Costenz, Gemude, Dorant, brauner Dost, Mutterkraut, Maran, Badchrut, Grober Chölm, Orangenkraut
 
Botanischer Name: Origanum vulgare
 
Familie: Lippenblüter (Lamiaceae)
 
Beschreibung:
Die ausdauernde Staude wird 20 bis 50 cm hoch, ist im oberen Teil verzweigt und zeigt oft rotüberlaufene Stengel. Die Pflanze ist drüsig behaart und besitzt gegenständige Blätter von sehr unterschiedlicher Größe, die nach oben zu immer kleiner werden. Sie sind eiförmig oder elliptisch, ihr Rand ist meist glatt. An den Enden der zweige stehen, büschelförmig angeordnet. Sehr viele rote bis rosarote Blüten, die etwa 5 mm groß sind. Besonders beim Zerreiben zwischen den Fingern nimmt man einen aromatischen Duft wahr, der ein wenig an Thymian erinnert.
 
Standort / Vorkommen:
Die Heimat des Dost ist das Mittelmeergebiet, doch wächst er auch in Süddeutschland, in Österreich und in der Schweiz (allgemein in ganz Mitteleuropa) auf Kalk- und Kiesböden an warmen Stellen wie Südhängen, Böschungen, südlichen Waldrändern und mageren Wiesen.
 
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe
 
Verwendete Teile: das ganze Kraut, Blüten
 
Blütezeit / Sammelzeit: während der Blüte von Juni bis Oktober
 
Mythologie / Geschichte/ Volksmedizin:
Der deutsche Name leitet sich vom mittelhochdeutschen doste = Strauch ab. Im Mittelalter wurden den Dolden magische Kräfte nachgesagt, und darüber hinaus glaubte man, mit dem Oregano Hexen und Kobolde abwehren zu können.
 
Der echte Majoran Origanum majorana, bekam von den Ägyptern den Namen „marjamie“ (unvergleichlich). In der römischen Literatur geht Majoran auf die volksetymologische Ableitung „amaracum“ zurück, von „amor“: Liebe und kennzeichnet den guten Ruf des Majorans als Liebesmittel-
 
Oros ganos - Freude der Berge: …so wird Origanum übersetzt. Den Griechen der Antike galt Majoran als bester Freund der Nerven, und im Wein eingenommen sollte er die Liebeskraft steigern. Wahrscheinlich band man deshalb früher Majoranzweige in Brautkränze.
 
Majoran war im Altertum der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Mit Majoran gewürzter Wein galt damals als Aphrodisiakum.

u. v. m.....