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Artname: Gänsefingerkraut
 
Im Volksmund:  Anserine, Krampfkraut, Gänserich, Silberkraut, Zwangkraut, Sauwühlen, Säukraut, Silberchrut, Martinshand, Stierlichrut
 
Botanischer Name: Potentilla anserina

 
Familie: Rosengewächs (Rosaceae)
 
Beschreibung:
Aus einem ausdauernden Wurzelstock entwickeln sich eine Blattrosette und liegend rankende, an den Knoten sich bewurzelnde Ausläufer, die zahlreiche Blätter bilden. Die Ausläufer werden bis über 1 m lang. Die langen Fiederblätter sind gegenständig. Die Blättchen, scharf gesägt und oberseits kahl, haben auf der Unterseite silberweiße Behaarung. Die Blüten entspringen meist dort in den Blattachseln, wo sich der Ausläufer bewurzelt hat. Sie sitzen endständig auf verhältnismäßig langen Stielen und sind leuchtend gelb gefärbt.
 
Standort / Vorkommen:
Gänsefingerkraut ist sehr häufig, liebt feuchten, tonigen Boden und wächst vornehmlich in Gräben, auf Wiesen, an Wegrändern und auch auf Ödland, in Gänsewiesen (Name!).
 
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide
 
Verwendete Teile: Blüten, Blätter, Wurzeln
 
Blütezeit / Sammelzeit: Die Blüten und Blätter von Mai bis August
 
Mythologie / Geschichte/ Volksmedizin:
In alten Erzählungen und Sagen wird von kleinen Elfen und Pflanzengeistern berichtet, die sich bei Mondschein auf den Blättern des Gänsefingerkrautes zum Plaudern und Tanzen treffen.
Bei schlechtem Wetter schließen sich die Blüten zur Hälfte. Und wenn es regnet, drängen die silbriggrünen Blätter sich zusammen und bilden ein schützendes Dach über den zerbrechlichen gelben Blüten. Diese Gebärde hat das Gänsefingerkraut zu einem Sinnbild der schützenden Mutter Maria gemacht.