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Artname: Veilchen
 
Im Volksmund: Heckenveilchen, Duftveilchen,
Märzenveilchen, Marienstengel, Osterveilchen,
Schwalbenblume, Veigerl, Wohlriechendes Veilchen,
Oeschen, Osterveigerl, Veicherln, Veieli, Viönli,
Ackerveilchen, Dankblümchen, Dreifaltigkeitsblümchen, Jesusblümchen,
(Feldstiefmütterchen, Flockenblume??)
Sweet Violett (englisch), Violette odorante (französisch), Maarts Viooltje (niederländisch
 
Botanischer Name: Viola odorata
 
Familie: Veilchengewächs (Violaceae)
 
Beschreibung:
Im Boden ist das Veilchen mit einem kriechenden, sich ausbreitenden Wurzelstock verankert. Daraus entwickeln sich die Blühtriebe und Ausläufer, die sich bewurzeln können. Die Blätter der Pflanze sind herzförmig und gestielt. Der Blütenstengel trägt neben den Blüten, die tiefviolett, seltener weiß oder rötlich gefärbt sind und angenehm duften, gelegentlich kleine Nebenblätter. Die Frucht ist eine Kapsel mit kleinen Samen.
 
Standort / Vorkommen: Aus Südeuropa eingebürgerter Kulturbegleiter, in Gebüschen, an Wegrändern und in lichten Wäldern sowie im Siedlungsbereich auf frischen, nährstoffreichen Lehmböden.
 
Inhaltsstoffe:  Saponine, ätherische Öle (vor allem in den Blüten: mit Curcumen und Eugenol), Bitterstoffe, Glykoside, Salicylsäure-Verbindungen (vor allem Blüten), Alkaloid Odoratin (vor allem Wurzel), Eugenol, Flavonoide, blauer Farbstoff Cyamin
 
Verwendete Teile: Blüten, Kraut, Wurzeln
 
Blütezeit / Sammelzeit:  während der Blütezeit von März bis April, den Wurzelstock im August und September
 
Mythologie / Geschichte/ Volksmedizin:
Das Veilchen ist mit vielen Mythen und Legenden verbunden und symbolisiert Demut und Bescheidenheit.
 
In der klassischen Mythologie wurde Veilchen mit dem Tod assoziiert, doch kannten die Ärzte der Antike es auch als wirksames Mittel bei Husten und um Erbrechen auszulösen.
 
Im alten Griechenland wurden Pan, dem Gott des Waldes und der Natur, Blütensträuße dargebracht. Veilchen galten auch als die Blume der Liebe und waren Persephone, der Fruchtbarkeitsgöttin, geweiht.
Bereits der griechische Arzt Hippokrates (um 460-370 v. Chr.) verordnete Veilchenauszüge. Auch Götterbilder wurden mit einem Veilchenkranz geschmückt.
 
Im Mittelalter feierte man das erste blühende Veilchen im Frühjahr mit einem rauschenden Fest.
Man hat Veilchen seit dem Altertum in Gärten gepflanzt und als Aroma für Süßwaren und Spirituosen geschätzt.

u. v. m......